Lesum

Die Lesum teilt sich im Bremer Blockland in Wümme und Hamme.

Die Lesum ist ein kurzer Nebenfluss der Unterweser auf dem Gebiet der Freien Hansestadt Bremen.

Sie entsteht zwischen dem Bremer Stadtteil Blockland und Ritterhude (Niedersachsen) aus dem Zusammenfluss der 48 km langen Hamme und der 118 km langen Wümme bei der Ortschaft Wasserhorst. Nach 10 Flusskilometern mündet sie beim Bremer Stadtteil Vegesack in die Weser. Betrachtet man Wümme und Lesum als einen Flusslauf, so hat dieser allerdings eine Länge von 128 Kilometern.

Das Nordufer der Lesum befindet sich teils am Fuß, teils in der Nähe des Südabhangs der Osterholzer Geest, auch als Hohes Ufer bezeichnet. Das Südufer ist flaches Marschland, westlich des Ortsteils Burggrambke als Werderland bezeichnet. Ebenso wie die untere Wümme hat die Lesum einen ökologisch wertvollen Schilfgürtel.

Von 1971 bis 1974 wurde zum Schutz vor Hochwasser das Lesumsperrwerk erbaut, welches gleichzeitig eine Brückenverbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Grohn und Lesumbrok im südlich der Lesum gelegenen Werderland bildet. Bei Bootspassagen wird diese Brücke hochgeklappt, im Sommerhalbjahr außerdem nachts mit stündlichen Unterbrechungen.


Die Lesum ist auf voller Länge Bundeswasserstraße. Faktisch ist der Abschnitt zwischen Sperrwerk und Straßenbrücke als Wasserstraße unbedeutend, als Sporthafen aber um so bedeutender. Zu diesem Zweck überbrücken zahlreiche Stege den Schilfgürtel. Zwischen Sperrwerk und Mündung liegt der der Sportschiffahrt dienende Grohner Yachthafen.