Lune
Die Lune ist ein rechter Nebenfluss der Unterweser, ein kleiner Wiesenfluss, der von der Quelle bis zur Mündung in die Unterweser etwa 43 Kilometer misst. An der Bremervörder / Cuxhavener Kreisgrenze kommt zum Quellfluss der Lune die Volkmarster Lune hinzu. Zwischen Kirchwistedt und Stemmermühlen mündet auch die Altwistedter Lune in die Lune, die dann über Beverstedt, Lunestedt, Nesse bei Loxstedt und Lanhausen zum Lunesiel südlich des Fischereihafens von Bremerhaven fließt. Der Fluss war bis Anfang des 17. Jahrhunderts eine Hauptverkehrsader und bis Deelbrügge befahrbar.
Im Zusammenhang mit dem Bau und der Erweiterung des Fischereihafens in Bremerhaven (Anfang der 1920er Jahre) legten die Länder Preußen und Oldenburg, die Stadt Geestemünde und bestehende Wasserverbände die gegenseitigen Rechte und Pflichten fest. Aus späterer Sicht besonders hinderlich waren die Rechte der Marschbauern in Stotel, Nesse, Welle, Schon 1912 wurde die Regulierung der Lune eingeleitet, kam aber erst 1935 zum Abschluss. Die Landwirte entlang des Flusses waren sich einig: Der Ausbau der Lune muss weiter gehen. Dabei spielte auch eine Rolle, dass den Fluss keine Wassermühlen mehr stauten und Seitenbäche ausgebaut wurden, damit das Wasser abfloss – in die Lune.
Die Lune fließt jetzt westlich und nördlich von Stotel und südlich von Büttel bis zum Schöpfwerk Lunesiel, das sich westlich von Neuenlande befindet. Nach dieser Verlegung der Mündung ist die neue Lune nach der Geeste und der alten Lune, in welche noch die Rohr mündet, der zweitnördlichste Zufluss zur Weser.






