Strohauser Plate

Östlich wird die Insel durch den Flusslauf der Weser begrenzt. Westlich begrenzt die Insel die Schweiburg, ein Nebenarm der Weser. Die nördliche und die südliche Spitze der Insel liegen am Zusammenlauf der Weser und der Schweiburg; sie ist somit komplett vom Festland getrennt.

Die Ausdehnung beträgt etwa 6 km in Nord-Süd-Richtung und ca. 1,3 km in Ost-West-Richtung an der breitesten Stelle. Die Gesamtfläche beträgt in etwa 470 Hektar, von denen197 ha von Sommerdeichen geschütztes Grünland ist, das extensiv in Form von Mutterkuhhaltung von einem Landwirt genutzt wird und bei Sturmfluten überflutet wird. Die wenigen Gebäude befinden sich heute auf der Ostseite der Insel und sind auf Wurten, auch Warften genannt, gebaut.

Die Strohauser Plate ist seit Dezember 2007 Teil des Naturschutzgebietes NSG WE 260 "Strohauser Vorländer und Plate". Das Betreten der Insel ist mit Ausnahme eines Biwakplatzes für Kanuten in Höhe des nördlichen Hofes an der Weser verboten und nur im Rahmen von im Sommer regelmäßig angebotenen Führungen möglich. 

Die Insel entstand im 16. und 17. Jahrhundert durch Sandbänke. Hierzu gehörten die sogenannte Reiherplate im Norden, die Strohauser Plate sowie die Schlickplate im Süden. Im Rahmen der Weserkorrektion durch Ludwig Franzius und weitere Ausbauten der Unterweser wurden diese Inseln durch großfläche Aufspülungen am linken Ufer des heutigen Hauptfahrwassers der Weser miteinander verbunden.