Wehrkirche St. Nicolai in Aschwarden-Bruch
An der Nikolai Kirche fällt der eigenartige offene Glockenstuhl mit seinen mächtigen steinernen Streben auf, der mit seinem Dach nur wenig über die Kirche hinausragt. Frei sichtbar und weit schallend hängen in ihm die beiden Glocken. Die ältere stammt aus dem Jahre 1549, die Jüngere aus dem Jahr 1685.
Die nach dem Heiligen Nikolaus, Märtyrerbischof von Myra und Schutzpatron der Schiffer, genannte Nikolaikirche ist in ihrem Alter umstritten. 1269 stand in Bruch wohl eine Kirche, denn in diesem Jahr werden "Sifridus sacerdos de Broke" und "Rudolphus Clericus quondam Plebanus in Broke" in einer Urkunde genannt - und wo zwei Priester genannt werden, da ist auch eine Kirche.
Einen weiteren Hinweis auf das Alter der Kirche fand man bei der Renovierung der Kirche. Beim Abklopfen der inneren Südwand des Kirchenschiffes traten drei übereinander gemalte Fresken zutage, von denen die unterste auf ein Alter von 800 Jahren geschätzt wird. Damit würde zugleich die Entstehungszeit der Kirche über die Stedinger Kämpfe zurückweisen. Vom hohen Alter der Kirche zeugt auch der Renaissance-Taufstein aus Sandstein, nach der Umschrift eine Stiftung der von Campens: "Anno 1601 Heft Mi Wilken Van Kampe Van Wegen Des Kaspels Thom Broke Maken Laten".
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