Museumshaven Vegesack
Der Vegesacker Hafen (nach überlieferter Schreibweise Haven, aber wir verstehen das gleiche wie die anderen darunter, nämlich ein mit Wasser gefülltes Becken mit vielen schönen Schiffen) gilt als der älteste künstliche Hafen Deutschlands (soviel ist unstreitig) bzw. (je nach Autor) sogar Nordeuropas.
Bereits ein Jahr nach Beginn des dreißigjährigen Krieges wurden die Bauarbeiten in Angriff genommen, um der zunehmenden Versandung der Weser in Bremen Herr zu werden. 1622 offiziell eröffnet, diente der Hafen vor den Toren Bremens lange Zeit als maritimer Hauptumschlagplatz der Hansestadt. Mit der späteren Verlagerung des Warenumschlags in das gut 27 Seemeilen entfernte Bremerhaven wurde der Vegesacker Haven zum Zentrum der Loggerfischerei, bis diese in den 70er Jahren unseres Jahrhunderts von den Meeren verschwand. Der Schifferverein Vegesacker Museumshaven e.V. erlöste den Haven von seinem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf und machte aus ihm das, was seiner bewegten und langen Geschichte gebührt: Einen Museumshaven (natürlich mit „v“).
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