„Alexander von Humboldt“
Segelschulschiff Bark "Alexander von Humboldt"
Art: Bark
Eigner: Deutsche Stiftung Sail Training, Bremerhaven
Heimathafen: Bremerhaven
Nation: GER
Baujahr: 1906
Länge über alles: 63,00 m
Breite: 8,02 m
Tiefgang: 4,88 m
Segelfläche: 1.010 m²
Anzahl Gäste bei Tagestouren: 70 Personen
Anzahl Gäste bei mehrtägigen Touren: 35 Personen
Kabinen/Kojen: 14
Fahrradmitnahme: nicht gegeben
Essen/Getränke an Bord: inklusive
Preise: ca. 100,- € bis 130,- € pro Tag
Törnplan unter www.gruene-segel.de
Am Anfang stand die Idee, Jugendliche auf einem Großsegler ganz neue Erfahrungen gewinnen zu lassen, im Umgang mit der Natur, mit einem historischen Schiff, mit der Gemeinschaft an Bord und mit sich selbst.
Die Geburtsstunde der „Alexander von Humboldt“ liegt im Jahre 1906. Der bewährte Riss eines Segelschiffsrumpfes diente zum Bau eines neuen Feuerschiffes. Viele Jahrzehnte wies es den Seeleuten zu allen Tages- und Jahreszeiten den Weg, zu Häfen in der Ostsee und auch bei der schwierigen Ansteuerung der Elbe-, Weser- und Jademündungen.
1986 erwarb die Sail Training Association Germany (S.T.A.G.) dieses Schiff vom Bundesminister für Verkehr, das zuletzt als Feuerschiff „Kiel“ seinen Dienst tat. Zusammen mit den beiden Hauptsponsoren Brauerei Beck & Co. und Autotransportfirma E. H. Harms wurde die Deutsche Stiftung Sail Training (DSST) als Eigner und Betreiber des zukünftigen Segelschiffes gegründet.
In den Jahren 1986 bis 1988 verwandelten die Motorenwerke Bremerhaven und viele freiwillige Helfer das ehemalige Feuerschiff in die Bark „Alexander von Humboldt“. Die grüne Rumpffarbe setzt die Tradition der ehemaligen Bremerhavener Rickmers-Reederei fort, die grünen Segel stiftete fortan die Bremer Brauerei Beck & Co.
Mag der Schiffsrumpf der „Alexander von Humboldt“ mit rund 100 Jahren auch eine „alte Lady“ sein, so ist der Segler unter nautischen und technischen Gesichtspunkten doch hochmodern – kompromisslos hinsichtlich Sicherheit und Zuverlässigkeit. Dieses Höchstmaß an Sicherheit wurde zuletzt während der Werftüberholung in Bremerhaven bei Rickmers/Lloyd im Mai 2008 vom Germanischen Lloyd für die nächsten fünf Jahre bestätigt.
Seit ihrer Indienststellung im Jahre 1988 hat die "Alex" sechsmal den Atlantik überquert und mehr als 300.000 Seemeilen zurückgelegt. Doch was ist ein Schiff ohne seine Besatzung. Zurzeit stehen der Bark „Alexander von Humboldt“ über 1000 Stammbesatzungs-Mitglieder zur Verfügung. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie weiblich oder männlich sind. Aber eines haben sie alle gemein: Sie segeln ehrenamtlich mit und pflegen ihre „Alex“ hingebungsvoll.
Hinzu kommen jedes Jahr viele Jugendliche, die als Trainees an den Sommertörns in die Nord- und Ostsee oder den Winterreisen, meist zu den Kanarischen Inseln, teilnehmen. Hinter diesem so genannten Sail Training verbirgt sich die Idee, den Gruppengeist der Jugendlichen zu fördern und die See als Brücke internationaler Verständigung zu nutzen. Natürlich können auch Erwachsene als Trainee mitsegeln, Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.
Da die ständig steigenden Unterhaltungskosten für das über 100 Jahre alte Schiff auf mittlere Sicht kaum noch zu finanzieren sind, ist für das Jahr 2012 die Indienststellung eines Neubaus, der "Alexander von Humboldt II", geplant. Bis es soweit ist, sind jedoch noch gewaltige Anstrengungen seitens der Stiftung, von Sponsoren und natürlich auch privater Spender erforderlich. Mehr Informationen zu diesem Projekt unter www.alex-2.de





